Energieausweis nach der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014)


Die neue EnEV 2014 trat am 1. Mai 2014 in Kraft und löste die alte EnEV 2009 ab. Verabschiedet wurde sie am 18. November 2013 und müsste daher (aus juristischer Sicht) eigentlich EnEV 2013 genannt werden, aber in der Praxis hat sich die Bezeichnung EnEV 2014 durchgesetzt.

Die Anforderungen bleiben zum größten Teil, wie bei der EnEV 2009, bis Ende 2015 bestehen. Danach erfolgt eine Anpassung der Grenzwerte.

Neu ist jedoch, dass der Energieausweis eine Registrierungsnummer, ausgegeben von der DiBt (Deutsches Institut für Bautechnik), erhält und stichprobenartige Kontrollen erfolgen werden.

Der Ener­gie­aus­weis bietet auf fünf Sei­ten we­sent­li­che Ge­bäu­de­da­ten. Einen Bandtacho mit den Energieeffizienzklassen A+ bis H,  so­wie leicht verständ­li­che Ver­gleichs­wer­te. Bei Bestandsgebäude müssen Modernisierungsempfeh­lun­gen erfolgen.

 

Bei Verkauf oder Vermietung einer Immobilie ist ein Energieausweis zu übergeben. Bereits bei der Besichtigung muss er vorgelegt werden.

In Immobilienanzeigen müssen energetische Kennwerte bekannt gegeben werden.
Es wird zwischen ei­nem in­ge­nieur­mä­ßig erstell­ten be­darf­so­ri­en­tier­ten Ener­gie­aus­weis und ei­nem kos­ten­güns­ti­gen ver­brauchso­ri­en­tier­ten Ener­gie­aus­weis unterschieden.


1. Für Wohn­ge­bäu­de mit bis zu 4 Wohn­ein­hei­ten, die auf Grund­la­ge der Wär­me­schutz­ver­ord­nung von 1978 oder spä­ter er­rich­tet wur­den, bes­teht Wahl­frei­heit zwi­schen dem be­darf­so­ri­en­tier­ten oder dem ver­brauchs­o­ri­en­tier­ten Aus­weis.

2. Für Wohn­ge­bäu­de mit bis zu 4 Wohn­ein­hei­ten mit Bau­an­trag vor dem 1.11.1977, d.h. die vor Gel­tung der Wär­me­schutz­ver­ord­nung von 1978 er­rich­tet wur­den ist der be­darf­so­ri­en­tier­te Ener­gie­aus­weis zu erstel­len.

3. Für Wohn­ge­bäu­de mit mehr als 4 Wohn­ein­hei­ten, egal wel­ches Bau­jahr, gilt Wahl­frei­heit zwi­schen dem be­darfs- oder ver­brauchs­o­ri­en­tier­ten Ener­gie­aus­weis.


Es gibt zwei Arten von Energieausweisen:

1. Energiebedarfsausweis (bedarfsorientierter Energieausweis)

Der be­darfsab­hän­gi­ge Ener­gie­aus­weis soll aus neu­tra­len Da­ten (er­rech­ne­ter Ver­brauch auf Grund­la­ge der ört­li­chen Ge­ge­ben­hei­ten) erstellt wer­den. Dieser Ausweis ist mit erhöhtem Aufwand verbunden, da genaue Gebäudedaten erfasst werden müssen.


2. Energieverbrauchsausweis (verbrauchsorientierter Energieausweis)

Der ver­brauchs­ab­hän­gi­ge Ener­gie­aus­weis wird nach dem Ver­brauch der bis­he­ri­gen Nut­zer (ver­brauch­te Ener­giemen­ge) be­rech­net. Die­se Mög­lich­keit be­deu­tet we­ni­ger Auf­wand (Kos­ten) je­doch ein verbraucherabhängiges, sub­jek­ti­ves Er­geb­nis. Es sind Schwankungen von bis zu 30% möglich.


Die Aus­stel­lung des Ener­gie­aus­wei­ses er­folgt für das ge­sam­te Ge­bäu­de, nicht für ein­zel­ne Woh­nun­gen.


Wich­tig!

Für selbst­ ge­nutz­te Ein­fa­mi­li­en­häu­ser besteht kei­ne Ver­pflich­tung ei­nen Ener­gie­aus­weis aus­stel­len zu lassen.


Mehr Informationen erhalten Sie auf dieser Internetseite:
https://www.energie-effizienz-experten.de  

 

 
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